WordPress: Child-Theme anlegen mit Hilfe eines Plugins

Ein Child-Theme in WordPress manuell anzulegen, ist simpel – jedenfalls mittels der sogenannten @import-Methode, die bei so ziemlich jedem Theme auf die gleiche Art und einfache Weise funktioniert. Sollte sich hierbei dennoch ein Problem in den Weg stellen, gibt’s sogar für diese kleine Aufgabe ein Plugin.

Für allgemeine Informationen zu Child-Themes und zur manuellen Erzeugung siehe: Child-Theme erstellen.

Der Vorteil solch eines Plugins liegt auf der Hand: Handarbeit ist nicht mehr nötig. Lediglich einige wenige Mausklicks reichen aus, um ein Child-Theme automatisiert anlegen zu lassen. Ein weiterer – und unter Umständen tatsächlich vorhandener – Vorteil ist, dass ein FTP-Zugang zum Webserver nicht benötigt wird (vorausgesetzt, dass WordPress selbst über bestimmte Zugriffs- und Schreibrechte verfügt. Verkürzt gesagt: Wenn das Installieren von Themes und Plugins über das WordPress-Backend problemlos funktioniert, wird auch das nachfolgend beschriebene Vorgehen keine Schwierigkeiten bereiten).

Die Nachteile, die häufig mit der Installation unnötiger Plugins einhergehen, gibt’s beim hier vorgeschlagenen Childify-Plugin übrigens nicht. Die Performance von WordPress wird nicht negativ beeinflusst, weder in der Besucher- noch in der Admin-Ansicht. Das Plugin wird nur aktiv, wenn es aufgerufen wird, um ein Child-Theme zu erstellen. Nach getaner Arbeit, in der Regel nach wenigen Sekunden, macht es nix mehr – und ist dann auch zu nichts weiter zu gebrauchen. Es kann daher dann deaktiviert und auch gelöscht werden, das erstellte Child-Theme bleibt bestehen und funktioniert selbstverständlich weiterhin.

Ein Child-Theme vom Plugin „Childify Me“ erstellen lassen

  1. Plugin "Childify Me" installierenInstallation des Plugins im WordPress-Backend über den Menüpunkt Plugins -> Installieren: Dort per Suchfeld nach „childify“ suchen lassen und dann beim angezeigten Suchergebnis auf [Installieren] klicken (Tippfehler-tolerant ist die Suchfunktion leider nicht).
  2. Nach erfolgreicher Installation im anschließend eingeblendeten Hinweis auf [Aktivieren] klicken.
  3. Falls noch nicht geschehen, das Theme installieren und aktivieren, für das ein Child-Theme erstellt werden soll.
  4. Den Menüpunkt Design -> Anpassen anklicken, um den sogenannten Theme-Customizer von WordPress aufzurufen.
  5. "Childify Me"Unterhalb der Menüpunkte des Customizers sollte nun die Funktion zum Anlegen eines Child-Themes eingeblendet sein, die uns auffordert: „Klicke auf den Button unten, um ein Child-Theme zu erstellen“. Falls der Button nicht auffindbar ist, könnte das daran liegen, dass bereits ein Child-Theme aktiv ist (das Childify-Plugin kann kein Child-Theme von einem Child-Theme erstellen! Solch eine Kindeskind-Konstellation ist in WordPress schlicht nicht vorgesehen).
  6. Nach Klick auf [Childify Me] fragt das Plugin nach dem Namen, den das neue Child-Theme erhalten soll. Was hier eingeben wird, wird später in der Übersicht aller installierten Themes angezeigt und ist ansonsten belanglos – daher: Irgendwas eintippen und dann auf [Erstellen] klicken.
  7. Childefy erfolgreichNun sollte das Plugin die erledigte Arbeit mit der Meldung „Child-Theme XYZ erfolgreich erstellt!“ quittieren. Auf [Vorschau und Aktivierung] klicken und abschließend oben über dem Customizer-Menü auf [Speichern & Aktivieren], falls das gerade angelegte Child-Theme nun direkt aktiviert werden soll (das kann auch später noch über das Menü Design -> Themes gemacht werden).

Was hat das Plugin nun getan? Es hat einen Child-Theme-Ordner auf dem Server unter [wordpress] - wp-content - themes angelegt und dort ein Vorschaubild (screenshot.png) sowie zwei Dateien mit den nötigen Inhalten erzeugt (style.css und functions.php). Das war’s.

Und was lässt sich damit nun anstellen? Alle CSS-Änderungen am Design werden nun in die style.css des aktivierten Child-Themes geschrieben. Die bereits in der Datei enthaltenen Zeilen dürfen hierbei nicht gelöscht werden. Die eigenen CSS-Angaben werden unterhalb dieser Zeilen in die Datei eingetragen. Das kann übrigens über den internen Editor über WordPress gemacht werden (Menü: Design -> Editor). Und in die functions.php, deren erste Zeile ebenfalls erhalten bleiben muss, können Änderungen oder Ergänzungen an der Funktionalität von WordPress geschrieben werden. Der Vorteil solch einer Child-Konstellation ist, dass das übergeordnete Eltern-Theme jederzeit geupdated werden kann, ohne dass die eigenen Änderungen überschrieben werden.

Einen kleinen Haken gibt’s allerdings: Das Plugin „Childify Me“ von Rocco Aliberti bedient sich der ‚alten‘ @import-Methode zur Verknüpfung des Themes mit seinem Child. Diese Methode hat geringe Geschwindigkeitsnachteile im Vergleich zur aktuell empfohlenen Enqueue-Methode, funktioniert dafür aber problemlos bei so ziemlich jedem Theme.

Es gibt ein anderes Plugin zur automatisierten Erzeugung von Child-Themes mittels der neuen Methode: das Plugin „One-Click Child Theme„. Das Problem hierbei ist aber, dass die Enqueue-Methode nicht schematisch angewendet werden kann, sondern in Abhängigkeit von der Konstellation des Eltern-Themes angepasst werden muss. Die Probleme habe ich hier beschrieben: WordPress Child-Theme mittels enqueue.

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